Kohelet und die Freude am Dasein

Freut euch

Freut euch immerzu, mit der Freude, die von Christus kommt! Und noch einmal sage ich: Freut euch!5 Alle in eurer Umgebung sollen spüren, wie freundlich und gütig ihr seid. 6 Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. 7 Dann wird der Frieden Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus. (Philipp 4,4-7)

 

Nichts Besseres als essen und trinken und fröhlich sein

1 Ich entschloss mich, das Leben zu genießen und glücklich zu sein. Aber ich merkte: Auch das ist vergeblich! 2 Das Lachen ist etwas für Narren, und die Freude - was bringt sie schon ein?
3 Ich wollte am vollen Leben teilhaben wie die Menschen, die sich nicht um Weisheit und Einsicht kümmern; aber der Verstand sollte die Führung behalten. Ich trank Wein, um mich in Stimmung zu bringen, denn ich wollte erkunden, ob der Mensch während seiner kurzen Lebenstage irgendwo Glück finden kann.
4 Ich vollbrachte große Dinge: Ich baute mir Häuser und pflanzte Weinberge.
5 Ich legte Obstgärten an und pflanzte darin alle Arten von Fruchtbäumen.
6 Ich legte Teiche an, um die vielen aufwachsenden Bäume zu bewässern.
7 Ich kaufte mir zahlreiche Sklaven und Sklavinnen zu denen hinzu, die ich von meinem Vater geerbt hatte. Ich besaß mehr Rinder, Schafe und Ziegen als irgendjemand vor mir in Jerusalem.
8 Ich füllte meine Vorratskammern mit Silber und Gold aus den Schätzen der unterworfenen Könige und Länder. Ich hielt mir Sänger und Sängerinnen und nahm mir so viele Frauen, wie ein Mann sich nur wünschen kann.
9 So wurde ich mächtiger und reicher als alle, die vor mir in Jerusalem regiert hatten. Weil ich ein so großes Wissen besaß, konnte ich mir alles verschaffen, was meinen Augen gefiel, und ich versagte mir keine Freude. Mit all meiner Mühe hatte ich es so weit gebracht, dass ich tatsächlich glücklich war.
11 Doch dann dachte ich über alles nach, was ich getan und erreicht hatte, und kam zu dem Ergebnis: Alles ist vergeblich und Jagd nach Wind. Es kommt nichts heraus bei aller Mühe, die sich der Mensch macht unter der Sonne....

24 Es gibt für den Menschen nichts Besseres als essen und trinken und genießen, was er sich erarbeitet hat. Doch dieses Glück hängt nicht von ihm selbst ab: Es ist ein Geschenk Gottes.

 

Gebet mit Stille und "Unser Vater"

Ich lade euch nochmals ein zum Gebet.
Nach einem ersten Wortteil halten wir eine kurze Stille, die wir mit dem gemeinsam gesprochenen „Unser Vater“ abschliessen.

Gott, was Kohelet, vor mehr als 2000 Jahren geschrieben hat, ist uns auch heute nicht fremd:

Wenn wir den Lebenssinn vom Erkennen der grossen Zusammenhänge abhängig machen, erscheint uns bald alles sinnlos.

Ein Leben nach dem Motto sun and fun wird bald einmal oberflächlich und leer.

Das Anhäufen materieller Güter macht uns nicht wirklich reich und heute ist es wie damals wir können am Ende unseres irdischen Daseins nichts mitnehmen.

Mit Kohelet wollen wir offen sein für die von dir geschenkte Freude und seine Worte wollen wir in der Stille nochmals nachklingen lassen:
Es gibt für den Menschen nichts Besseres, als der er esse und trinke und es sich gut gehen lasse bei seiner Mühsal.
So sah ich ein, dass es nichts Besseres gibt, als dass der Mensch sich freue bei seinem Tun.
Und so pries ich die Freude, weil es nichts besseres gibt unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen.
Geh, iss mit Freuden dein Brot und trink frohen Herzens deinen Wein und geniesse das Leben mit den Menschen, die du liebst.

Stille

Unser Vater im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

 

 

 

 

Gottesdienst mit Taufe

Gottesdienst, Sonntag, 14. Februar 2010,
9.30 Uhr, in der Kirche Gerzensee
Orgel: Barbara Küenzi. Wort: Hans Schneider.

Glocken

Orgel

Eingangswort, Begrüssung und Einleitung

Lied 242.1-3: Lobet den Herren

Taufansprache, Taufhandlung und Taufgebet

Tauflied 180.1-3: Von Gott kommt diese Kunde


Lesung: Kohelet 2.1-11+24

Orgel (ev. Strophe von Lied 729)

Predigt zu Kohelet 2

Orgel

Gebet

Lied 729.1-4: Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht


Mitteilungen

Lied 242.3-5: Lobet den Herren

Sendung und Segen

Orgel


Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist: essen und trinken und sich freuen bei allem, was er tut. Doch das kann nur Gott ihm schenken!. (Kohelet 2,24)